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Namensrechtliche Erklärung

Allgemeine Informationen

Namenserklärungen können u. a. in folgenden Fällen erfolgen:

Bei Ehegatten:

  • nachträgliche Bestimmung eines Ehenamens, z. B. nach Eheschließung im Ausland
  • Erklärung eines Doppelnamens (Voranstellung und Anfügung eines Namens an den Ehenamen) durch einen Ehepartner
  • Wiederannahme des früheren Namens nach Auflösung der Ehe
  • Erklärung zur Reihenfolge der Vornamen

Bei Kindern:

  • Namenserteilung der Mutter mit Zustimmung des nicht sorgeberechtigten Elternteils
  • Namenserteilung durch die Mutter und deren Ehemann
  • Neubestimmung des Geburtsnamens nach Begründung der gemeinsamen Sorge durch die Eltern
  • Anschlusserklärung an eine Namensänderung der Eltern oder eines Elternteils
  • erstmalige Bestimmung eines Geburtsnamens nach Geburt des Kindes im Ausland


Ob und in welcher Form im jeweiligen Fall eine Namenserklärung bzw. Namensänderung möglich ist, muss im Einzelfall durch das Standesamt geklärt werden.

Namensrechtliche Erklärungen sind grundsätzlich unwiderruflich.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Standesamt, bei dem die Ehe geschlossen oder das Kind geboren wurde. Die Erklärung kann auch bei dem Standesamt des Wohnsitzes abgegeben werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Namenserteilung beim Kind:

  • Ausweisdokumente
  • Geburtsurkunde des Kindes

Namenserteilung durch die Mutter und deren Ehemann (Einbenennung)

  • Ausweisdokumente
  • Eheurkunde
  • Geburtsurkunde des Kindes

Wiederannahme eines Namens nach Auflösung der Ehe:

  • Ausweisdokument
  • Eheurkunde mit Aulösungsvermerk
  • oder Eheurkunde mit Nachweis der Auflösung (Scheidungsbeschluss mit Rechtskraftvermerk oder Sterbeurkunde)

Je nach Einzelfall sind evtl. weitere Unterlagen vorzulegen.

Welche Gebühren fallen an?
  • Gebühr: 25,00 EUR
Welche Fristen muss ich beachten?

Die Namenserklärung wird mit Entgegennahme durch die zuständige Stelle wirksam. Dies ist das Standesamt, das das betreffende Personenstandsregister führt.

Wird die Namenserklärung bei einer unzuständigen Stelle abgegeben, wird sie erst wirksam, wenn sie der zuständigen Stelle (der Eheschließung bzw. des Geburtsortes) zugegangen ist.

Rechtsgrundlage
  • §§ 1355, 1616 bis 1618 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Art. 10 Absatz 2 und 3 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)
  • §§ 41, 42, 42a und 45 Personenstandsgesetz (PStG)