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Grundsteuer Festsetzung für Grundvermögen

Allgemeine Informationen

Steuerpflichtig ist jeder Eigentümer eines Grundstücks, Hauses/Gebäudes, Garage oder Eigentumswohnung. Die Steuerpflicht besteht auch für Erbbauberechtigte.

Es werden zwei Arten von Grundsteuern erhoben:

  • Grundsteuer A für alle Betriebe/Flächen der Land- und Forstwirtschaft;
  • Grundsteuer B für alle sonstigen Grundstücke und Immobilien.

Zahlweise der Grundsteuer

Die Grundsteuerpflicht entsteht immer zu Beginn eines Jahres. Das bedeutet, dass die Grundsteuer für das gesamte Jahr an die Stadt Bergen derjenige zu zahlen hat, der am 01.01. eines Kalenderjahres Eigentümer ist.
Im Fall des Verkaufs oder anderweitiger Übertragung eines Grundstücks bedeutet das, dass der Verkäufer bis zum Endes Jahres weiterhin verpflichtet ist, die Grundsteuern zu entrichten. Darüber hinausgehende z.B. im Kaufvertrag getroffene privatrechtliche Absprachen können von der Stadt Bergen danach nicht berücksichtigt werden, sondern wären direkt zwischen Verkäufer und Käufer zu klären.

Die Steuer ist in vier Quartalsbeträgen zum 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. eines Jahres zu zahlen. Auf Antrag kann die Grundsteuer in einer Summe zum 01.07. eines Jahres bezahlt werden. Andere Zahlweisen sind nicht bzw. nur in besonderem Einzelfall nach Rücksprache mit der Stadt Bergen möglich.

Die Stadt Bergen arbeitet mit Dauerbescheiden, dass bedeutet dass der Ihnen übersandte Grundsteuerbescheid solange gilt, bis er geändert oder aufgehoben wird.

Wenn Sie die Grundsteuer abbuchen lassen möchten, bitten wir um Rückgabe des Formulares SEPA-Lastschriftmandat im Original.

Wie wird die Grundsteuer berechnet?

Die an die Stadt Bergen zu zahlende Grundsteuer errechnet sich anhand

  • des von dem zuständigen Finanzamt festgesetzten Grundsteuermessbetrags,
  • der mit dem jeweils gültigen Hebesatz der Stadt Bergen multipliziert wird.


Der Grundsteuermessbetrag  wird vom Finanzamt im Grundsteuermessbescheid festgesetzt. Die Höhe ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, u.a. von der Wohnfläche, der Grundstücksgröße, aber auch der Nutzung des Hauses als Wohn- oder Geschäftshaus, Ein- oder Mehrfamilienwohnhaus. In diesem Bescheid wird auch die Grundsteuerart (A oder B) festgestellt.

Im Grundsteuermessbescheid legt das Finanzamt außerdem fest, wer Steuerschuldner/-in ist und ab wann das Objekt zu besteuern ist.

Sie sind mit der Höhe der Grundsteuer oder der Steuerpflicht an sich nicht einverstanden?

Die Stadt Bergen ist bei der Grundsteuererhebung an die Feststellungen des Finanzamtes gebunden. Einwände gegen den Messbescheid, die Höhe der Grundsteuer oder die Steuerpflicht überhaupt sind daher mit dem Rechtsbehelf des Einspruchs an das zuständige Finanzamt zu richten.

Der Hebesatz ist in der vom Rat der Stadt Bergen beschlossenen Realsteuerhebesatzsatzung (LINK) festgelegt und beträgt seit 2016 für die

  • Grundsteuer A 450 %,
  • Grundsteuer B 400 %

Die gesetzlichen Grundlagen finden Sie im Bewertungs- und Grundsteuergesetz.

Die Basis für die Bewertung der Grundstücke und damit die Berechnung der Grundsteuer muss bis Ende 2019 neu geregelt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht am 10.04.2018 entschieden. Nach Verabschiedung eines neuen Gesetzes soll eine Übergangsfrist bis Ende 2024 gelten.

Verfahrensablauf

Nachdem das Finanzamt einen Einheitswert- und Grundsteuermessbescheid erlassen hat, erteilt die Gemeinde Ihnen auf dieser Grundlage einen Bescheid über die Festsetzung der Grundsteuer B. Dieser Bescheid kann die Festsetzung der Grundsteuer für ein, ggf. aber auch für mehrere Kalenderjahre enthalten.
Ist in der Zukunft die gleiche Steuer wie im Vorjahr zu entrichten, kann die Gemeinde die Grundsteuer auch durch öffentliche Bekanntmachung festsetzen.
Die Grundsteuerzahlung ist nach den festgelegten Zahlungsterminen vorzunehmen.

An wen muss ich mich wenden?

jeweils zuständige hebeberechtigte Kommune

Voraussetzungen

Die Steuerpflicht tritt ein, wenn Sie Eigentümer eines Grundstücks sind.

Welche Unterlagen werden benötigt?

keine,
Die Grundlage für die Steuerfestsetzung und -erhebung wird bei der Bewertung durch das jeweils zuständige Finanzamt gelegt. Notwendige Unterlagen für die Wertfeststellung sind bereits in dem dortigen Wertfeststellungs- und Grundsteuermessbetragsverfahren einzureichen.  
Sollten Sie ggf. einen Erlassantrag stellen wollen, erfragen Sie bitte in Ihrer Gemeinde, in welcher Form und unter Beifügung welcher Unterlagen dies zu erfolgen hat.

Welche Gebühren fallen an?
  • keine,
  • Es handelt sich um eine Steuerzahlung; weitere Kosten entstehen nur bei verspäteter Zahlung bzw. Nichtzahlung (bspw. Säumniszuschläge).

Zulässige Zahlungsarten erfragen Sie in Ihrer Gemeinde.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Grundsteuer wird zu je einem Viertel ihres Jahresbetrages am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig.
Die Gemeinden können bestimmen, dass Kleinbeträge davon abweichend im Jahresbetrag oder in hälftigen Jahresbeträgen fällig werden.
Zudem kann die Steuer auch auf Ihren Antrag hin zum 01. Juli in einem Jahresbetrag entrichtet werden.

Rechtsgrundlage

§ 41 ff Grundsteuergesetz (GrStG) (für Stichtage bis zum 01.01.2024)

§§ 68 bis 94 und § 125, 129 bis 133 Bewertungsgesetz (BewG)

Rechtsbehelf

Haben Sie Einwände gegen den Grundsteuerbescheid, so können Sie binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids (kostenpflichtig) Klage beim Verwaltungsgericht erheben.

Anträge / Formulare

Formulare: grundsätzlich keine; ggf. Einzugsermächtigung für die Gemeinde zur Teilnahme am Lastschriftverfahren
Onlineverfahren möglich: Erfragen sie dies bitte bei Ihrer Gemeinde.
Schriftform erforderlich: ja
Persönliches Erscheinen nötig: nein

Was sollte ich noch wissen?

Sind Sie Eigentümer eines Grundstücks, ist dafür eine Grundsteuer B zu zahlen.